Ob Sie zu den rund 58 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter gehören, die noch keine schützenden  Antikörper gegen CMV besitzen, können Sie bei Ihrem Frauenarzt mithilfe eines CMV-Bluttests feststellen lassen.

Ohne diesen CMV-Antikörperschutz besteht bei einer erstmaligen Infektion (Primärinfektion) in der Schwangerschaft die Gefahr, dass das  Vi­rus auf das ungeborene Kind übertragen wird. Insbesondere bei einer Übertra­gung während der Frühschwangerschaft besteht ein Risiko für eine lebenslange kindliche Schädigung.

Sofern eine CMV-Erstinfektion in der Schwangerschaft erfolgt, überträgt jede zweite Schwangere das Virus auf das Kind

Das Tückische ist, dass die CMV-Infektion in den meisten Fällen beim gesunden Erwachsenen nicht bemerkt wird, da sie wie eine leichte Grippe oder sogar ohne jedes spürbare Krankheitszeichen verläuft.

Da eine Routinediagnostik auf CMV weder in der Schwangerschaft noch beim Neugebore­nen stattfindet und die Folgen häufig bei Geburt noch nicht erkennbar sind (zum Beispiel Hörschäden), erfolgt eine  mögliche Diagnostik und Behandlung oft gar nicht oder zu spät.

Sofern eine CMV-Erstinfektion in der Schwangerschaft erfolgt, überträgt jede zweite Schwangere das Virus auf das Kind, glücklicherweise meistens ohne gesundheitliche Folgen. Allerdings entwickeln etwa zehn bis 15 Prozent der im Mutterleib infizierten Kinder (rund 1200 Kinder jährlich in Deutschland) bei Geburt oder später klinische Auffälligkeiten.

Das Virus wird von infizierten Menschen durch Körperflüssigkeiten (Tränen, Urin, Speichel, Sperma) übertragen.

Neben einem geringen Geburtsgewicht können ins­besondere bei Infektion in  der Frühschwanger­schaft auch lebenslange geistige und körperliche Entwicklungsstörungen auftreten. Hörverlust und Schädigungen der Augen sind die häufigsten Folgen angeborener Cytomegalie.

Eine Impfung gegen CMV gibt es nicht. Falls es bei Ihnen zu einer Erstinfektion in der Schwangerschaft kommen sollte, besteht heute mit der Gabe von CMV-Hyperimmunglobulinen gegebenenfalls die Möglichkeit, das Risiko beziehungsweise die Folgen einer Infektion deutlich zu senken.

Das Virus wird von infizierten Menschen durch Körperflüssigkeiten (Tränen, Urin, Speichel, Sperma) übertragen. Jedes vierte Kleinkind scheidet CMV-Viren aus!

Das Ansteckungsrisiko kann erheblich verringert wer­den, wenn Sie folgende Hygieneregeln bei Kontakt mit Kleinkindern beachten.

  • Hände waschen
  • Eigenes Besteck & Geschirr
  • Schnuller abaschen

Waschen Sie Ihre Hände mehrmals am Tag mit Wasser und Seife.

Ganz besonders sorgfältig, nachdem Sie Kleinkindern die Nase geputzt, sie gefüttert oder gewickelt haben.

 

Benutzen Sie eigenes Geschirr und Besteck.

Das gilt auch für Zahnbürste und Handtuch.

 

 

 

Nicht den heruntergefallenen Schnuller in den Mund nehmen.

Abspülen ist die sicherste Lösung, und küssen Sie Ihr Kind nicht auf den Mund!