Die Umstellung der Hormone belastet die meisten Frauen in den Wechseljahren. Und auch die sich verändernden Lebensumstände machen ihnen zu schaffen. Beispielsweise beginnen bei Frauen um das 50. Lebensjahr herum die Kinder, ihren eigenen Weg zu gehen, die Eltern werden krank, und auch bei den Frauen selbst zeigen sich häufig erste altersbedingte körperliche Einschränkungen.

Stress gezielt entgegenwirken

Das Wichtigste in den Wechseljahren ist, dass Frauen ihre Stimmungstiefs nicht einfach hinnehmen, sondern damit offen umgehen. Gespräche mit dem Partner, mit den Kindern oder guten Freunden können bereits helfen.

Die Symptome zu tabuisieren, bringt niemandem etwas. Zudem sollte man den Stresssymptomen aktiv gegensteuern. Oft genügen einfache Maßnahmen: das Führen eines Stresstagebuches, um zu analysieren, was Sie stresst.

Haben Sie den Auslöser gefunden, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie stellen die Ursachen für Stress ab oder Sie lernen, besser damit umzugehen. Ein strukturierter Tagesablauf hilft ebenfalls gegen Stress und Frust. Planen Sie Ihre Aufgaben, setzen Sie Prioritäten und räumen Sie für jede Tätigkeit genug Zeit ein.

Erledigte Aufgaben tun der Psyche gut, sie sorgen für ein Erfolgserlebnis. Tun Sie sich zudem öfter selbst etwas Gutes, nehmen Sie sich Zeit für Sport oder Entspannungsübungen und pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte. Auch ein Abend im Restaurant mit Freunden entspannt und kann die Stimmung schnell heben.

Hormone gegen den Wechseljahres-Blues

Helfen all diese Maßnahmen nicht, können pflanzliche Wirkstoffe oder eine Hormonersatztherapie helfen. Eine Anhebung des Östrogenspiegels beispielsweise durch die Behandlung mit entsprechenden Präparaten bekämpft nicht nur effektiv körperliche Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, sondern kann auch die Stimmung positiv beeinflussen.