Die Brust einer Frau besteht aus Brustgewebe sowie aus fetten Gewebeanteilen. Manche Frauen haben einen höheren Anteil an fettem Gewebe, während andere wiederum einen höheren Anteil an Brustgewebe haben. Die wenigsten Frauen wissen aber, ob sie dichtes Brustgewebe haben und was dies für sie bedeutet. Brustgewebe wird, im Gegensatz zu fettem Gewebe, in der Mammografie weiß, intransparent und dicht abgebildet. Da aber auch Brusttumore in der Mammografie weiß dargestellt werden, können diese eventuell von dichtem Brustgewebe verdeckt werden.

Die Frau sollte sehr wohl mitentscheiden, welche Früherkennungsmaßnahmen aus ihrer Sicht adäquat sind.

Dichtes Brustgewebe ist allerdings keine Abnormität, sondern – ähnlich wie grüne Augen oder braune Haare – ganz normal und eine natürliche Eigenschaft des Körpers und der Brust: Rund 40 Prozent aller Frauen haben dichtes Brustgewebe.1 Die Brustdichte lässt sich nicht über das Abtasten ermitteln. Stattdessen kann diese nur durch einen Arzt über eine Mammografie richtig klassifiziert werden. Generell haben eher junge Frauen dichtes Brustgewebe, dieser Anteil nimmt im Alter ab.2

Da der Aussagewert der Mammografie im dichten Brustgewebe limitiert ist, kann eine ergänzende Ultraschalluntersuchung die Wahrscheinlichkeit einer frühen Brustkrebserkennung erhöhen. Das zeigte eine kürzlich publizierte Studie.3 Die digitale Mammografie ist für Frauen mit dichtem Brustgewebe vor und während der Menopause zwar effektiv, Studien ergaben jedoch, dass auch diese Untersuchung Limitationen in dichtem Brustgewebe aufweist.4

Mammografie ist immer noch die Standarduntersuchung im Brustkrebs-Screening. Zusätzliche Bildgebung beabsichtigt, die Mammografie zu ergänzen und nicht sie zu ersetzen. Eine Ultraschalluntersuchung sollte immer in Kombination mit einer Mammografie durchgeführt werden. Das automatische Brust-Ultraschallsystem Invenia ABUS von GE Healthcare wird bereits in radiologischen Praxen in München und Hamburg eingesetzt.

„Da wir wissen, wie wichtig die Dichte der Brust im Mammogramm für die Sicherheit der Diagnosestellung wie auch für die Entstehung des Brustkrebses ist, sollte Frauen, die sich am sinnvollen Screening beteiligen, diese Information nicht vorenthalten werden. Denn die Frau sollte sehr wohl mitentscheiden, welche Früherkennungsmaßnahmen aus ihrer Sicht adäquat sind“, so Prof. Dr. M. Müller-Schimpfle, Vorsitzender der AG Mammadiagnostik der Deutschen Röntgengesellschaft, Chefarzt Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin, Klinikum Frankfurt.

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Weitere Informationen für Sie...


 

1) Pisano ED, Gastonis C, Hendrick E et al. Diagnostic Performance of Digital versus Film Mammography for Breast Cancer Screening. NEJM 2005; 353: 1773.
2) Checka CM, Chun JE, Schnabel FR, Lee J, Toth H. The relationship of mammographic density and age: implications for breast cancer screening. AJR Am J Roentgenol. 2012 Mar; 198 (3): W292-5.
3) Brem RF, Tabár L, et.al. Assessing Improvement in Detection of Breast Cancer with Three-dimensional Automated Breast US in Women with Dense Breast Tissue: The somoInsight Study. Radiology.2015 Mar; 274(3): 663-73.
4) Pisano ED, Gastonis C, Hendrick E et al. Diagnostic Performance of Digital versus Film Mammography for Breast Cancer Screening. NEJM 2005; 353: 1773.