Unsere Races organisieren wir zu einem großen Teil „von Betroffenen für Betroffene“ und haben 2014 den „Health Angel“ erhalten, weil wir mit unseren Races nachweislich die Betroffenen – sowie deren Partner, Familien, Freunde und Kollegen – schon während der Therapie in Bewegung bringen, d. h. es schaffen, zu motivieren, den Fokus weg von der Erkrankung, hin zur Genesung zu setzen. Darauf sind wir sehr stolz.

Unsere RaceKomitees setzen mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit die Zeichen für Solidarität, Kraft, Verlässlichkeit und Mut. Es engagieren sich bei uns immer mehr sehr junge Frauen und Männer – vielleicht, weil sie wissen, dass gerade ihre Generation vor großen Herausforderungen steht. Auch unsere Races stehen unter dem Motto „Liebe und Freundschaft“, denn es laufen mit den „Survivor“ die Partner mit und manche Unternehmen organisieren Teams, die für eine erkrankte Kollegin zum Race kommen und sich gemeinsam unter dem Zielbogen fotografieren lassen.

Das bisher größte Team bestand aus 244 Mitarbeitern. Welche verbindende Kraft hier freigesetzt wird, ist jedem verständlich. Nach unserer Vereinsgründung wurden wir mit unseren Ideen in vielen Bereichen Vorreiter. Erstmals gab es Pink Info-Taschen für die Betroffenen, die auf Anfragen der Krankenhäuser und Brustzentren kostenlos versendet und an die Patienten verteilt wurden. Hierfür wurden wir schon 2009 von der Initiative „Deutschland - Land der Ideen“ ausgezeichnet.

In kaum einem anderen Land gehen so viele Menschen regelmäßig zur ärztlichen Vorsorge, wie Hierzulande.

Die anonymisierten Rückmeldungen der Betroffenen wurden seit 2007 gesammelt und in einer Datenbank eingegeben. Damit sind wir ganz nah an der „Befindlichkeit“, die die Situation der Brustkrebs-Betroffenen widerspiegelt. Diese Fakten bilden die Basis unserer Arbeit. Erstmals wurden von uns sogenannte Duschkarten produziert und verteilt, die das Thema „Früherkennung“ in die Haushalte brachten, denn 40 Prozent der Betroffenen entdecken die Veränderungen der Brust selbst.

Eine Umfrage mit den Partnern der „Survivor“ machte uns 2015 deutlich, weshalb Partnerschaften während der Zeit der Erkrankung zerbrechen können und deshalb haben wir als erste Brustkrebs-Organisation den Fokus auch auf die Männer/Frauen der Erkrankten gesetzt, denn eine glückbringende Liebe fördert die Genesung. Unser Slogan vor Jahren hieß: Früherkennung rettet Leben! Das Thema „Brustkrebs“ bekannt zu machen und auf die regelmäßige Vorsorge hinzuweisen, ist offensichtlich erfolgreich abgearbeitet.

In kaum einem anderen Land gehen so viele Menschen regelmäßig zur ärztlichen Vorsorge, wie Hierzulande. Und dies ist gut so! Jetzt muss die Entwicklung aber weitergehen und darf hier nicht stagnieren. Groß und Klein weiß ja zwischenzeitlich, dass Rauchen, Alkohol, ungesunde Ernähung und Bewegungsmangel gefährliche Risiken darstellen – mehr noch, als die genetische Vorgabe –, weiß, dass die Vorsorgeuntersuchung Leben rettet und unsere Mediziner alles tun, um die bestmöglichen Lösungen bei der Krebsbehandlung anbieten zu können.

Sie erhalten dafür internationale Auszeichnungen und die Informationen über die aktuellsten Therapien stehen allen Interessierten umfassend und vielfältig zur Verfügung. Weshalb erkranken also immer noch so viele Menschen an dieser Krankheit? Es wäre Augenwischerei, zu glauben, dass es zukünftig signifikant weniger würden. Wir sind gemeinsam weit gekommen! Jetzt ist es wieder an der Zeit, eingetretene Pfade zu verlassen. Setzen wir den Fokus vermehrt auf die Chancen der Gesunderhaltung, die sich nicht nur an der früherkannten Diagnose orientiert.

Information

Weitere Informationen zur Aktion Pink e. V. hier: aktionpink.de