Seit 1999 halten wir deutschlandweit kostenfreie Vorträge zum Thema „Vorsorge“ und präsentieren unser Know-how unter anderem in kleinen, mittleren und großen Unternehmen, denn Früherkennung rettet Leben. Zu Beginn unserer Arbeit ging es uns vorrangig darum, über das Thema „Brustkrebs“ aufzuklären und zur Früherkennung zu motivieren. Später bereicherten wir die Vorträge mit einer von US-amerikanischen Verhaltensforschern entwickelten Anleitung zur Brustselbstuntersuchung unter Einsatz von Silikonmodellen, in denen Knoten eingearbeitet sind.

Unsere in vielen Sprachen produzierten „Duschkarten“ für die monatliche Selbstkontrolle bewirkten, dass der „betriebliche Gesundheitstag“ nicht nur die Mitarbeiter-Innen des Unternehmens, sondern auch deren Familienangehörige zu Hause über das Thema „Brustkrebs“ informierte. Jeder kennt in seinem Umfeld jemanden mit dieser schweren Erkrankung.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Betroffenen, deren Partner und Familien diese Krise so gut wie möglich überstehen

Der erste Schritt war getan: Das Thema wurde sozusagen erst „betriebs-“ und dann „salonfähig“, und die Türen der Personalchefs und Gesundheitsbeauftragten der Unternehmen standen uns und den erkrankten MitarbeiterInnen offen. Bei circa 70.000 neu erkrankten Frauen und circa 700 neu erkrankten Männern pro Jahr in Deutschland versuchen die Unternehmensführer alles, um den Betroffenen die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern.

Manche meinten es anfänglich so gut, dass sie vorsorglich ruhige Einzelbüros bereithielten, um die an Brustkrebs erkrankten Angestellten nicht zu überfordern. Genau dies war aber gar nicht gewünscht! Die Betroffenen möchten ja weiterhin aktiver Teil des Unternehmens bleiben. Die Mitarbeiter selbst kamen mit vielen Verbesserungsvorschlägen und diese wurden größtenteils schnell umgesetzt.

Die Bereitschaft der Firmenchefs, der Personalverantwortlichen, Betriebsräte und ganz besonders der Kollegen, die Betroffene mit einer solidarischen Gemeinschaft zu stärken, ist unglaublich groß in unserem Land. Ein „Knoten“ muss heute keine Karriere mehr beenden.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Betroffenen, deren Partner und Familien – im weitesten Sinne auch deren Arbeitgeber und Kollegen – diese Krise so gut wie möglich überstehen, und dass die Unternehmen die Betroffene in ihre Mitte nehmen, statt auf „Schonhaltung“ zu schalten. Die ausstellenden Unternehmen im Rahmen der diesjährigen „women&work 2018“ – Aktion Pink Deutschland präsentierte seine Arbeit dort erfolgreich – zeigten dies unter anderem durch den Kongressschwerpunkt „Lebensdesign“ in besonderem Maße.

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