Ihre Familie muss plötzlich den Alltag neu organisieren. Was dabei oft übersehen wird: Auch Partner, Kinder, weitere Angehörige und Freunde werden mit Ängsten und Zukunftssorgen konfrontiert. Es ist daher insbesondere für den Partner ratsam, ebenfalls Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Eine erste Anlaufstelle sind immer die behandelnden Mediziner, die meist gute Empfehlungen vor Ort geben können. Kinder haben es noch schwerer – sie haben ja die Fähigkeit, mit einer solchen Lebenskrise umzugehen, noch gar nicht erlernt. Die Eltern sind ihre Basis für ein Grundvertrauen in die Welt. Allein die Möglichkeit, eventuell einen Elternteil durch eine Krankheit zu verlieren, ist für Kinder dramatisch.

Sylvia Hoffmann-Krizanits, Diplompädagogin und Psychoonkologin, liegen Kinder und Jugendliche besonders am Herzen. „Aus meiner täglichen Praxis weiß ich, wie wichtig es ist, dass auch die Familie und insbesondere die Kinder Ansprechpartner haben. Oftmals geht es im ersten Schritt um allgemeine, grundlegende Fragen und Sorgen. Die Kinder besprechen ihre Nöte häufig nicht mit den Eltern, weil sie diese nicht noch mehr belasten wollen“, sagt Sylvia Hoffmann-Krizanits.

Sie arbeitet aktiv mit am Projekt Pink Kids –  eine Plattform von Jugendlichen für Jugendliche, deren Mutter an Brustkrebs erkrankt ist oder war. Bei Pink Kids können sich die jungen Menschen austauschen und gegenseitig unterstützen. „Darüber hinaus bauen wir mit den Pink Kids ein bundesweites Netzwerk auf, das Jugendlichen und ihren Familien vor Ort für individuelle Hilfestellungen zur Verfügung steht. Es versteht sich von selbst, dass schon bestehende regionale Strukturen eingebunden werden.

Die Pink Kids möchten die nationale Wirkung von Pink Ribbon Deutschland nutzen, um den regionalen Organisationen und Vereinen mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen“, ergänzt Sylvia Hoffmann-Krizanits.

Projektseite: www.pink-kids.de

Hintergrundinfos zum Projekt: www.pinkribbon-deutschland.de/kampagne/pink-kids