Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Seit den 1980er Jahren hat sich die Zahl der Fälle sogar verdoppelt, denn mit zunehmenden Alter steigt auch das Risiko: Besonders betroffen sind Frauen zwischen 40 und 60 Jahren, aber Tumore werden auch früher entdeckt.

Aufgrund des medizinischen Fortschritts ist Brustkrebs zu einer sehr gut behandelbaren und häufig auch heilbaren Erkrankung geworden. Circa 80 bis 90 Prozent der Patientinnen gelten nach fünf Jahren als geheilt. Dies liegt überwiegend daran, dass der Fokus in Diagnostik und Therapie heute auf der verbesserten Früherkennung und der zielgerichteten individualisierten Therapie liegt, die zudem mit weniger belastenden Methoden durchgeführt wird.

So werden wir Senologen aus dem Praxis- und dem Klinikbetrieb uns auch 2018 zur 38. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie e. V. (DGS) zusammenfinden, um unser Fachgebiet, das sich mit all den Funktionen und Krankheitsbildern der weiblichen Brust beschäftigt, im Interesse unserer Patientinnen weiterzuentwickeln.

Um einen guten Behandlungserfolg zu ermöglichen, ist eine möglichst frühe Diagnose von entscheidender Bedeutung. Hier ist die Medizin bei allem Fortschritt auf die Mitwirkung der Patientinnen angewiesen. In den vergangenen Jahren konnte das Thema Brustkrebs bereits sehr gut in den Fokus gerückt werden und der überwiegende Teil der Frauen ist sich der enormen Bedeutung der Früherkennung bewusst.

Neben einer gesunden Lebensweise, zu der unter anderem viel Sport und eine ausgewogene Ernährung gehören, ist vor allem die Wahrnehmung der regelmäßigen Krebsvorsorgemaßnahmen ein wichtiger Faktor. Dazu gehören das Abtasten der Brust und das Mammographiescreening. Als Mitglieder des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Senologie e. V. ist es uns deshalb ein besonders wichtiges Anliegen, nochmals diesen Appell an Sie zu richten: Scheuen Sie den Gang zum Arzt nicht und nutzen Sie Ihre Möglichkeiten zur Früherkennung.