Die Infektion verläuft hauptsächlich über Hautkontakt, bei bestimmten Virentypen primär durch ungeschützten Sexualverkehr.

Die HPV-Infektion ist eine der häufigsten durch Geschlechtsverkehr übertragenen Infektionen, oft jedoch bleibt die Ansteckung unbemerkt. Bisher sind mehr als 120 Virustypen bekannt, von denen etwa 40 die Geschlechtsorgane befallen.

Einige dieser Viren sind für die Bildung von gutartigen Feigwarzen verantwortlich, andere sind maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt.

80 Prozent aller Menschen betroffen

Etwa 80 Prozent aller Menschen sind einmal im Leben von einer HPV-Infektion betroffen. Meist, ohne es zu bemerken, denn eine HPV-Infektion wird nur in sehr seltenen Fällen von Symptomen begleitet und heilt innerhalb von rund zwei Jahren von allein aus.

Bei einem bis drei Prozent der betroffenen Frauen entwickelt sich die Zellveränderung über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren zu einem Gebärmutterhalskrebs.

HPV-Impfung

Inzwischen gibt es eine Impfung gegen Humane Papillomviren, die vor den beiden häufigsten Erregern – 16 und 18 – schützt. Dadurch können Krebsvorstufen und damit Krebs am Gebärmutterhals, der durch die beiden HPV-Typen ausgelöst wird, wirksam verhindert werden.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt, dass sich 12- bis 17-jährige Mädchen präventiv gegen HPV impfen lassen sollen.