Wie geht es einem Mann an der Spitze eines Brustimplantat- Herstellers?

Ich bin stolz für einen der führenden Hersteller von Brustimplantaten zu arbeiten, der sich seit über 30 Jahren erfolgreich am Markt behauptet. Als Geschäftsführer stehe ich dabei in einer besonderen Verantwortung: Gemeinsam produzieren wir am Standort Deutschland, und zwar ausschließlich hier, qualitativ hochwertige und sichere Medizinprodukte mit dem Anspruch, diese im Sinne der Patientinnen stetig zu optimieren.

Aus diesem Grund liegt mir die Zusammenarbeit mit Äzten und Chirurgen besonders am Herzen. Nicht nur, was die Produktentwicklung angeht, sondern auch in den Bereichen wissenschaftliche Fortbildungen und operative Workshops. Mein Anspruch ist es, dass unsere Produkte auch mit den neuesten OP-Techniken sicher und mit sehr guten Resultaten eingesetzt werden.

Brust-Operationen werden in den Medien immer wieder kontrovers diskutiert. Mit welchen Vorbehalten haben Sie zu kämpfen und wie treten Sie diesen entgegen?

Tatsächlich wird das Thema immer noch kontrovers diskutiert. Leider wird dabei häufig übersehen, dass sowohl eine erfolgreiche Brustrekonstruktion nach einer Krebserkrankung,  als auch eine rein ästhetische Brustvergrößerung, nach aktueller Studienlage, eine deutliche Steigerung der Lebensqualität versprechen. Viele Frauen sagen im Anschluss an die OP, dass sie diese gerne schon viel früher durchgeführt hätten, weil sie sich endlich rundherum wohlfühlen in ihrem Körper.

Ich kenne diesen Bereich der Medizintechnik seit fast einem Vierteljahrhundert, das verbindet.

In der öffentlichen Debatte wünsche ich mir, dass mehr glückliche und zufriedene Patientinnen zu Wort kommen, die von ihren positiven Erfahrungen berichten. Denn leider finden meist die Patientinnen Erwähnung, die unglücklicherweise Komplikationen erlebt haben. Gemessen an der Gesamtanzahl der durchgeführten Eingriffe ist dies jedoch nur ein geringer Prozentsatz.

Sie sind der Branche seit vielen Jahren treu und haben sich 2016 entschieden, einen deutschen Hersteller für Brustimplantate in die Zukunft zu führen. Was hat Sie daran besonders gereizt?

Ich kenne diesen Bereich der Medizintechnik seit fast einem Vierteljahrhundert, das verbindet. Polytech gehört zu den Pionieren in der Branche. Durch langjährige Erfahrung und den Produktionsstandort hier vor Ort in Dieburg, bieten sich optimale Bedingungen, um mit kompetenten Mitarbeitern intensiv an der Weiterentwicklung der Implantate zu arbeiten. Unser Ziel ist es, mögliche Komplikationen weiter zu reduzieren, um die Patientenzufriedenheit und damit auch die Lebensqualität der Frauen, die unsere Implantate tragen, zu steigern.

Was sind Ihre Erfahrungen: Kann eine Brust-OP die Lebensqualität einer Frau tatsächlich verbessern?

Seit 2009 führen wir im Rahmen unseres hauseigenen, interaktiven Patientenprogramms „Implants of Excellence“ jährlich eine Umfrage bei den Patientinnen durch, die sich nach der Entscheidung für unsere Implantate bei uns registriert haben. Die Auswertungen zeigen, dass die Patientenzufriedenheit sehr hoch ist: Über 90 Prozent der Befragten sind zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrer neuen Lebenssituation. Aber auch aus persönlichen Gesprächen im privaten Umfeld, im Austausch mit Patientinnen bei Fachveranstaltungen oder im Gespräch mit Ärzten erfahre ich immer wieder, wie positiv sich der Eingriff auf das Körpergefühl und das Selbstbewusstsein der Frauen auswirken kann.

Dieses Feedback macht mich persönlich sehr glücklich und ist Teil meiner Motivation für die Arbeit in dieser, wie schon gesagt, leider nicht nur positiv besetzten Branche. Dabei sind aus meiner Sicht zwei Faktoren entscheidend für einen erfolgreichen Eingriff: Zum einen der Einsatz von qualitativ hochwertigen Implantaten und zum anderen die Auswahl eines qualifizierten Operateurs, der maßgeblich zu einem zufriedenstellenden Ergebnis beiträgt.