Nur ein hauchdünnes Etwas trennt uns von unserer Umwelt, schützt Inneres vor Äußerem, reguliert Temperaturunterschiede, reagiert, atmet, organisiert, signalisiert – ohne unsere Haut stünden wir wirklich ziemlich nackt da. Wer so unentbehrlich ist, darf auch ein bisschen „Diva“ sein – unsere Haut zeigt uns sofort, wenn ihr „etwas nicht passt“.

Äußere Faktoren wie zu viel oder zu wenig UV-Strahlung sieht man uns genauso schnell an wie Rauchen, Stress und wenig Schlaf - alle verstärken den natürlichen Alterungsprozess. Besonders die UV-A-Strahlung der Sonne oder des Solariums sind für eine vorzeitige Faltenbildung verantwortlich. Langjähriges Rauchen reduziert die Durchblutung der Haut und lässt sie vorzeitig altern.

Als größtes Organ und Oberfläche des menschlichen Körpers ist unsere Haut ständigen Umwelteinflüssen und Belastungen ausgesetzt. Einerseits ist sie also „dafür gemacht“, uns zu schützen, andererseits sollte man ihre Schutzfunktionen zu schätzen wissen – und auf sie hören, wenn sie sich bemerkbar macht.  

Ab 30 „wird die Decke dünner“

Ungefähr ab dem 30. Lebensjahr verliert die Haut kontinuierlich an Spannkraft und Feuchtigkeit. Sie wird dünner und erste Fältchen zeigen sich. Normal – denn mit zunehmendem Alter bildet sich das Fettgewebe der Unterhaut zurück, und die Erneuerung unserer Zellen, also auch der Hautzellen,  verlangsamt sich. Wie jedes andere Organ braucht die Haut unbedingt genug Flüssigkeit, um gut zu funktionieren - im Unterschied zu den anderen Organen sieht man es der Haut allerdings sehr schnell an, wenn ihr etwas fehlt.

Zu wenig Flüssigkeit, und sie schmollt, wirkt fahl und trocken. Zu viel Sonne, und sie regt sich auf, wird knallrot;  wenn man sie ignoriert, pellt sie sich einfach. Wenn man sie zu lange ignoriert, macht sie einem unter Umständen genauso lange das Leben schwer. Um solchen Reaktionen entgegenzuwirken und vorzubeugen, empfiehlt sich nicht nur, die äußere Hautpflege auf den jeweiligen Hauttypen abzustimmen, sondern auch von innen heraus etwas für ein gesundes Hautbild zu tun. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine gesunde Ernährung sind unverzichtbare Bestandteile der nötigen Pflege.

Unsere Vorfahren hatten keine Kosmetik – aber auch keine Klimaanlagen

Als aktives Atmungsorgan mit einem Säureschutzmantel (ph-Wert 5,5) schützt die Haut den Körper auch vor Bakterien, Fremdkörpern und anderen Störenfrieden. Unabhängig von der jeweiligen Temperatur kann sich der Mensch auf seinen natürlichen Schutzmantel bei effektiver Hautpflege verlassen – man soll es mit Seifen und Cremes und Mitteln auch nicht übertreiben, immerhin haben unsere Vorfahren den größten Teil der Menschheitsgeschichte mehr oder weniger ohne Kosmetik gut überstanden.

Aber die Radikalposition, darum gänzlich auf Hautpflege zu verzichten, ist genauso ungesund wie 24 Stunden, sieben Tage die Woche mit dicker Schminke herumzulaufen. Denn unsere Vorfahren hatten auch keine Klimaanlagen, keine Heizungen, keine unzähligen verschiedenen Klamottensorten. Es empfiehlt sich, wie so oft, ein gesundes Mittelmaß. Wer viel draußen ist, sollte jedenfalls nicht nur im Sommer über ein Sonnenschutzmittel nachdenken. Denn was man schnell vergisst: unsere Haut vergisst nicht so schnell.

Gesunde Haut im Sommer

Der Sommer ist für die Haut eine schwierige Jahreszeit. Mit diesen 3 Tipps halten Sie Ihre Haut auch im Sommer gesund!

Sonnencreme

Sonneneinstrahlung ohne entsprechenden Schutz erhöht das Risiko auf Hautkrebs wesentlich.

Schatten

Selbst wenn Sie sich ausreichend mit Sonnencreme eingeschmiert haben, sollten Sie die direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Es ist also ratsam, regelmäßig in den Schatten zu flüchten.

Dusche nach dem Schwimmen

Mit diesem kleinen Aufwand spannt die Haut nicht so stark und ist damit weniger anfällig für Risse und Trockenheit.